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Alter und Armut

von Siegfried Gipp (Kommentare: 0)

Ein Artikel in der Telepolis zeigt ein rapide zunehmendes Problem auf: Wohnen wird immer teurer. Wenn man nun dagegenrechnet, dass die Renten de Facto eher sinken (von den Beamten-Pensionem mal abgesehen), dann wird hier das Problem der Altersarmut noch mal deutlich verschärft. Ich fürchte, Deutschland muss mehr Brücken bauen, für all die dann obdachlosen Rentner, die ihre Mietwonungen von der Minirente nicht mehr bezahlen können.

Bei uns wird die Beschäftigung mit der Rente durchaus langsam zu einem Muss. Meine Frau hat bereits Altersteilzeit beantragt und wird in einigen Jahren in Rente gehen. Bei mir dauert es noch etwa 10 Jahre, aber auch die gehen rum. Zu unserem Glück haben wir sehr frühzeitig dieses Problem kommen gesehen und uns schon vor vielen Jahren ein Haus zugelegt, das seit Kurzem auch abbezahlt ist. Dafür haben wir auf Vieles verzichtet und sparsam gelebt. Jetzt beginnt sich das auszuzahlen. Wir werden mit unsererer Rente existieren können. Nicht, weil sie so hoch ist, eher im Gegenteil. Aber weil das, was für die Mieter von Heute schon jetzt ein großes Problem ist, dass der größte Teil des Einkommens für die Miete draufgeht, das wird für uns entfallen. Wir werden vermutlich genug haben, um uns zu Essen zu kaufen, und, wenn wir sorgfältig planen und in alternative Energien investieren, werden wir vermutlich auch in Zukunft noch die Energiepreise bezahlen können. Es ist ein harter Überlebenskampf, aber momentan sieht es so aus, als könnten wir ihn gewinnen, wenn auch knapp.

Hier sehe ich allerdings massiven Zündstoff. Nicht nur die Älteren werden in großen Mengen verarmen und auf der Straße leben, die Jüngeren haben eine noch schlimmere Perspektive. Schon heute haben wir in Spanien eine Jugendarbeitslosigkeit von etwa 50%. Italien steuert auch darauf zu. Deutschland wird das auch noch bekommen.

Und der Staat? Der wird auch immer ärmer. Die Staatsschulden sind absurd hoch und wachsen mit einer absurden und immer noch zunehmenden Geschwindigkeit. Die Hoffnung auf den Staat zu setzen, dürfte also ein Reinfall sein. Der Staat wird irgendwann aufhören, funktionsfähig zu sein.

Und Kapital auf der Bank oder in Aktien? Den Banken geht es gut. Aber die Bankenkrise zeigt, dass die Banken auf wackligen Füßen stehen. Irgendwann wird auch von Staat Nichts mehr zu hohlen sein. Es werden sicher noch einige Jahre ins Land gehen, und ich weiß nicht, ob ich es noch erleben werde, aber ich denke, das System Bank muss zwangsläufig irgendwann zusammen brechen. Kapital, das ich dort angesammelt habe, wird dann futsch sein.

Bleibt übrig eine Immobilie und Landbesitz. Eine eigene Immobilie dient der Kostensenkung und der Stabilisierung. Über dan Ankauf von etwas Land verhandeln wir derzeit. Das Land wird uns vorläufig ebenfalls zur Kostensenkung dienen. Später kann es vielleicht produktiv genutzt werden und uns ein kleines Zusatzeinkommen generieren. Vielleicht. Wir werden sehen.

Schöne neue Welt.

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