Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


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    Tue, 19 Feb 2008 07:32:23 GMT

    Das Image der deutschen Topmanager ist schwer beschädigt. Nun ja, nicht weiter verwunderlich. Allerdings wirkt sich dieses katastrophale Image inzwischen auch negativ auf den Mittelstand aus. Das ist in den meisten Fällen ungerechtfertigt und unfair. Es ist eher so, dass gerade Mittelständler häufig unter der Zahlungsmoral und der Prozessierwut von großen Firmen zu leiden haben, oft genug bis zum Ende der Existenz. Wie viele Handwerksbetriebe mussten schon schließen, weil sie ihre Aussenstände nicht eintreiben konnten? Der Mittelstand hat unter diesen Machenschaften genauso zu leiden wie die Angestellten.
    Wie es um den Realitätssinn, oder vielleicht besser, um den Realitätsverlust in deutschen Vorstandsetagen bestellt ist, zeigt eine Studie der Management-Beratung Kienbaum. 2007 wurden in den Vorstandsetagen nicht nur geradezu unanständig hohe Gehälter gezahlt, nein, die Gehälter stiegen dort auch noch um etwa 17%. Gleichzeitig hält man dort eine Lohnerhöhung für z.B. Lokführer von 3% für nicht machbar und streitet um jedes zehntel Prozent. Und das Sahnehäubchen oben drauf: Selbst in Firmen, die in schwieriger wirtschaftlicher Lage sind, wurden die Spitzengehälter kräftig angehoben. Ist ja auch kein Problem, das zu bezahlen, schließlich muss man dazu nur ein paar Mitarbeiter entlassen.