Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


  1. Anti Islam Film
  1. Anti Islam Film

    Sat, 29 Mar 2008 09:40:31 GMT

    Der Anti Islam Film des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders schlägt hohe Wellen. Ich selber weiss nicht so recht, was ich davon halten soll. Den Film kenne ich gar nicht, also kann ich über dessen Qualitäten Nichts aussagen. Der Ursprung des Films lässt allerdings auf eindeutige und einseitige Motive schließen. So weit, so schlecht. Nun hat die Welt schon viele solcher Machwerke gesehen und ist davon nicht unter gegangen. Warum jetzt dieser Wirbel?
    Dass der Film Ärger auslöst, kann ich verstehen. Die Frage ist für mich eher, warum löst er Ärger aus? Liegt das daran, dass der Film in demagogischer Weise Islam mit islamistischem Terror gleichsetzt? Dann wäre der Ärger darüber sehr berechtigt. Oder liegt das vielleicht eher daran, dass man die guten lieben Terroristen nur ja nicht verärgern will (braver Hund, gaaanz braaav!)? Dieser Ärger wäre dann pure Dummheit. Die Terroristen brauchen keine externe Motivation und keinen externen Grund für ihre Schandtaten. Sie sind sich selbst Grund genug. Sie haben inzwischen so viel Schuld auf sich geladen, dass sie schon alleine deswegen weiter machen müssen, um sich selbst zu rechtfertigen. Würden sie aufhören, käme das einem Eingeständnis gleich, tausende von unschuldigen Menschen aus purem Egoismus umgebracht zu haben. Eine Schuld, für die auch im Islam die Hölle steht. Und im Gegensatz zum Gott der Christen gibt es bei Allah keine bindende Zusage auf Vergebung. Sobald die Terroristen also Zweifel an sich selbst hätten, müssten sie dieser Tatsache ins Gesicht sehen. Die Konsequenzen wären so schrecklich, dass Keiner von Denen jemals in der Lage sein wird, Zweifel zuzulassen. Jedenfalls nicht, so lange sie leben.
    Es hilft also gar Nichts, zu versuchen, die Terroristen bloß nicht zu reizen. Selbst wenn wir Alle brav zum Islam konvertieren würden, das würde Nichts ändern. Als die "Christen" damals die Mauren aus Spanien vertrieben hatten, da sind einige Juden und Moslems zum Katholizismus konvertiert. Das ersparte ihnen zunächst Folter und Tod. Aber nachdem es keine Juden oder Moslems mehr gab (alle vertrieben, umgebracht oder konvertiert), da entlud sich die Gewalt über den Konvertiten. Die vermeintliche Sicherheit durch Konvertierung war also nur ein Aufschub. Wer einmal in diese endlose Spirale der Gewalt hineingerät, der kommt daraus nicht mehr ohne die Erkenntnis und die Akzeptanz der eigenen Schuld wieder raus. So lange man versucht, davor die Augen zu verschließen und die schrecklichen Taten als gerecht darzustellen, so lange ist man gezwungen, zur Rechtfertigung dieser Taten genau so weiter zu machen.