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  1. Sonntagsfahrer?
  1. Sonntagsfahrer?

    Sun, 06 Apr 2008 10:45:47 GMT

    Immer mehr ältere Autofahrer haben und nutzen einen Führerschein. Im Alter lässt die Reaktionsgeschwindigkeit nach. Das führt bei vielen "Verantwortlichen" dazu, von diesen Älteren eine freiwillige Rückgabe des Führerscheins zu verlangen.

    Wie nun der Artikel in "Der Westen" richtig ausführt, haben aber gerade ältere Fahrer jahrzehntelange Routine. Diese gleicht die mangelnde Reaktionsgeschwindigkeit mehr als aus. Allerdings hat der Artikel, und insbesondere dessen Überschrift, einen gewaltigen Haken: Routine kann man nur durch Praxis erwerben. Das gilt zunächst mal altersunabhängig. Ein Sonntagsfahrer hingegen ist Jemand, der eben mangels Praxis keine Fahrroutine hat. Übrigens ebenfalls altersunabhängig. Ein junger Sonntagsfahrer macht mangelnde Routine durch schnelle Reaktionen wett. Ein alter Sonntagsfahrer kann das nicht.

    Das Problem ist also nicht das Alter, sondern, wenn schon, dann die Kombination aus Alter und mangelnder Routine. Hier könnte eventuell tatsächlich eine freiwillige Rückgabe des Führerscheins angebracht sein. Wer aber seine Fahrpraxis behält und damit Routine erwirbt und ausbaut, der kann problemlos auch noch im höchsten Alter fahren.

    Ein Problem dabei ist allerdings die zunehmend agressive Fahrweise, übrigens gerade der Jüngeren. Ein bisschen Rücksicht, Gelassenheit und Geduld, und schon wäre ein Großteil der Verkehrsprobleme aus der Welt. Es wäre nicht nur gut für Alle, wenn die Jüngeren hier weniger agressiv wären: Die Jungen von Heute werden die Alten von Morgen sein. Auch der agressivste Möchtegernrennfahrer wird irgendwann ein alter Opa mit langsamen Reaktionen sein.