Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


  1. Eideideidei - guddiguddiguiidguuu
  1. Eideideidei - guddiguddiguiidguuu

    Sun, 06 Jul 2008 23:31:49 +0200

    Nach einer Studie prägen nicht die Mütter die sogenannte Muttersprache, sondern die Väter Und zwar deswegen, weil sie keine "Babysprache" verwenden. Väter unterhalten sich mit ihren Kindern sinnvoll, auch, wenn die Kinder noch klein sind. So lernen die Kinder die Sprache.

    Frauen kriegen beim Anblick von Babies anscheinend ihre Knuddelanfälle. Und das auch sprachlich. Männer bleiben wohl eher etwas distanziert, indem sie ihre Knudddelneigung unter Kontrolle halten und zumindest sprachlich hier differenziert vorgehen.. Interessant insofern, als dass Frauen ja erwiesenerwaßen sprachlich besser sind als Männer.

    Meine Frau und ich, wir haben keine Knder. Hat einfach nie geklappt. Stattdessen haben wir 7 Katzen und 2 Pferde. Interessant ist, dass der Umgang mit Tieren auch sehr viel lehren kann über den Umgang mit Menschen. Und ebenso interessant ist, dass sogar Tiere in der Lage sind, unterschiedliche Charaktere bei Menschen zu lernen und zu akzeptieren. Pferde sind nun man keine typischen Knuddeltiere. Trotzdem haben unsere beiden Pferde es gelernt, ihre Knuddelattacken nicht nur zu akzeptieren, sondern inzwischen regelrecht zu genießen. Zu mir haben die Pferde ein eher distanziertes, aber respektvolles Verhältnis. Da ich mit ihnen nur selten umgehe, ist das wohl normal.

    Unsere 7 Katzen haben zu uns Beiden ein intensives Verhältnis. Zu Beiden auf unterschiedliche Art. Es ist interessant, zu beobachten, dass Tiere dazu in der Lage sind, hier zu unterscheiden.

    Ich kann Eltern nur empfehlen, auch Tiere (Katzen, Hunde oder Pferde) zu halten. Man lernt eine Menge, wenn man sich auf die Tiere einlässt. Gerade dadurch, dass sie eben keine Menschen sind, sondern in ihrer Art uns eigentlich fremd sind, können wir eine Menge Verständnis und Beobachtungstalent lernen. Auch Kinder sind nicht das Ebenbild ihrer Eltern. Kinder sind eigene Persönlichkeiten. Sie sind also anders als ihre Eltern. Kinder sind keine Erwachsenen, sondern Kinder. Aber genau deswegen müssen sie als Kinder auch ernst genommen werden.

    Ich erinnere mich da an ein Erlebnis, das ich als Jugendlicher hatte. Da hatte die Stadt Konstanz eine neue Bus-Generation angeschafft. So einen, bei dem man den Türöffnerknopf selber drücken musste. Und da war so ein kleiner Knirps, der rausgefunden hatte, dass man diesen Knopf sozusagen auch "auf Vorrat" drücken konnte Also den Knopf drücken, noch während der Bus fuhr. Dann ging die Tür in dem Moment auf, in dem der Busfahrer nach dem Halt die Tür freischaltete.

    Da stand nun also dieser Knirps an der Tür, während der Fahr, und drückte den Knopf. Eine ältere Frau kam dazu. Der Knirps erklärte ihr stolz, dass er den Knopf bereits gedrückt hatte, und dass die Tür aufgehen würde. Die Frau erwiederte sehr freundlich: "Ach, wirklich?". Kaum hielt der Bus, drückte sie den Knopf. Eklatante Missachtung des Lernerfolges des Knirpses. Die Frau wird vermutlich nie wissen, was sie in diesem Moment in dem Knirps kaputt gemacht hat.