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Sprache

Fri, 26 Sep 2008 09:56:22 +0200

Europa hat vieles, aber keine eigene Sprache. Und dieser Misstand verursacht speziell in der Europaregierung Unmengen an Kosten. Jetzt hat der Italiener Diego Marani, vormals selbst Dolmetscher in Diensten des EU-Ministerrats, eine gemeinsame Europäische Sprache entwickelt, die angeblich Jeder auf Anhieb weitgehend verstehen kann, ohne sie vorher explizit gelernt zu haben. Es ist ein Mischmasch aus so ziemlich allen Europäischen Sprachen. Dies dürfte die neue Sprache Europanto gemeinsam haben mit dem schon länger bekannten . Inwieweit nun Europanto leichter zu verstehen sein wird als Esperanto, bleibt abzuwarten. Immerhin habe ich den Beispieltext tatsächlich weitgehend, wenn auch nicht vollständig, verstanden.

Ob nun Europanto oder Esperanto, eine von beiden wäre auf jeden Fall ein Kandidat für eine Pflicht-Fremdsprache an den Schulen. Ein Europa ohne gemeinsame Sprache wird nie ein wirklich gemeinsames Europa sein. Und solch eine gemeinsame Sprache heisst ja nicht, dass lokale Sprachen untergehen müssen. Vielleicht sogar eher im Gegenteil: Viele lokale Varianten der deutschen Sprache könnten mit diesem Hintergrund erst richtig gepflegt werden.

Also, ich bin sehr dafür! Ob Europanto besser ist als Esperanto, muss man allerdings noch sehen.


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