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Microsoft und Andere gegen das böse Internet

Mon, 29 Sep 2008 17:20:40 +0200

Und wieder einmal eine Gute-Nacht-Geschichte aus Absurdistan, dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten. Einige der ganz großen Firmen, die mit Internet zu tun haben, haben sich zusammengeschlossen, um gegen "böse" Netzinhalte vorzugehen. Nun wissen wir ja seit Längerem, was "böse" Netzinhalte sind. "Böse" ist zum Beispiel, wenn Janet Jackson ein Busen aus dem Kleid rutscht. Das ist ganz ganz böse und darf auf keinen Fall ins Internet. Massenmorde, Krieg und Ähnliches hingegen, das muss im Internet bleiben. Rassistische Volksverhetzung? Kein Problem, Freiheit über Alles. Nun ja, in Absurdistan weiss man eben, was wirklich böse ist.

Statt böser Netzinhalte will man die Entwicklung und Verbreitung von legalen, sicheren und innovativen Inhalten vorantreiben, wie es in einer Erklärung heisst. Klar, legal ist nur, was den Segen der Medienkonzerne hat. Alles Andere ist illegal. Und auch Innovation kommt nur aus Absurdistan und dort auch nur von den großen Rechteverwertern. Denn die wissen schließlich ganz genau, was gut für uns ist.


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