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Abwrackprämie für die Umwelt

Thu, 26 Feb 2009 09:35:33 +0100

Die Abwrackprämie kurbelt den Absatz von Kleinwagen massiv an. Das alleine kann die Autoindustrie aber nicht retten. So will VW versuchen, seinen Absatz in China zu verdoppeln:

Volkswagen will seinen Autoabsatz in China bis 2018 auf zwei Millionen Fahrzeuge verdoppeln. Der Chef von VW in China, Winfried Vahland, sagte am Donnerstag, der größte europäische Autobauer wolle in der Zeit vier neue Modelle pro Jahr auf den Markt bringen und die Zahl der Autohäuser in der Volksrepublik China einschließlich der Sonderwirtschaftszonen Hongkong und Macau auf 2000 verdoppeln. Zudem strebe VW einen größeren Marktanteil an als die derzeitigen 19 Prozent, erklärte ein Konzernsprecher.

Nun wissen wir ja inzwischen, dass sich das Klima deutlich schneller verändert, als das in den bisher pessimistischsten Scenarien vorausgesagt wurde. Und dies liegt vor Allem daran, dass in den sogenannten Schwellenländern der CO2 Ausstoß drastisch gestiegen ist. Dieser Zuwachs reicht aber noch nicht. Mit einer verdoppelung der Anzahl Autos in China wird dort der CO2 Ausstoß auch etwa verdoppelt. Und, wie man sieht, ist das so gewollt. Und die Politik unterstützt das durch eine Abwrackprämie, die den Autobauern das Überleben ermöglicht, bis sie es geschafft haben, den CO2 Ausstoß in den Schwellenländern zu verdoppeln.

Wie sagte doch Pispers so schön (aus dem Gedächtnis zitiert):

Was wollen wir mit einer geretteten Umwelt, wenn dafür unsere Arbeitsplätze verloren gehen? Dann doch lieber umgekehrt. Hat etwa schon jemals Irgendwer gehört, dass man wegen schlechten Wetters nicht zur Arbeit müsste? Aber wenn die Arbeitsplätze futsch sind, werden Sie überhaupt nicht mehr zur Arbeit gehen dürfen.

Wie man sieht, ist die Politik dem Kabarett wieder mal voraus.


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