Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


Arbeitssuche

Fri, 21 Aug 2009 18:45:59 +0200

Mannomann, als hätte der Autor aus meinem Leben berichtet. Anscheinend geht es Vielen so. Der Artikel beschreibt sehr treffend auch meine Erfahrungen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich diese Erfahrung zwar auch oft mache, aber nicht immer.

Ich bin inzwischen seit einiger Zeit arbeitslos. Mein letzter Arbeitgeber wurde liquidiert. So spart man sich Abfindungen. Später habe ich dann für die Nachfolgefirma als freier Mitarbeiter gearbeitet. Aber irgendwann konnten wir uns über den Preis nicht mehr einigen. Das war's dann also. Schade, war eigentlich eine gute und interessante Arbeit. Aber wenn mein Brutto-Einkommen als Freiberufler sich dem einer fest angestellten Putzfrau nähert, dann ist für mich das Ende der Fahnenstange erreicht.

Also bewerbe ich mich immer mal wieder. Anfangs, aus gewissen Überlegungen heraus, per e-mail. Und zwar schlicht das Anschreiben als reine Text-e-mail, und die Unterlagen als Link. Dann noch e-mail per PGP signiert, und ab damit. Die Ergebnisse waren sehr ähnlich denen bei Daten-Chaos beschriebenen. Später hat mir Jemand den Tipp gegeben, das Anschreiben nicht in die e-mail zu stecken, sondern in ein PDF-Dokument, das der e-mail als Anhang beigefügt wird. Und in der Tat, seitdem bekomme ich hier und da Rückmeldungen. Zwar in den meisten Fällen diese (Zitat): Wir haben keine Verwendung für Sie, aber immerhin eine Rückmeldung. Dabei suchen die Arbeitgeber z.B. händeringend nach Programmierern für embedded control. Also genau das, was ich zuletzt gemacht habe. Aber für mich hat man keine Verwendung. Nun ja, ich bin auch schon 52. Anscheinend gehört man da bereits zum alten Eisen. Und so händeringend kann man gar nicht suchen, als dass man einen derart alten Knacker auch nur in Betracht zieht.

Nichtsdestotrotz scheint es so zu sein, dass das Anschreiben als PDF besser ankommt. Für mich als Techniker ist das schon etwas unlogisch, aber was soll's, es geht auch per PDF. Desweiteren ist eine Unterschrift mit PGP nicht gut. Kaum Jemand weiss, was das ist. Die Wenigsten ignorieren es dann, manche ärgern sich über diesen Anhang, den sie nicht öffnen können, und einmal versuchte eine Sekretärin verzweifelt, diese Unterschrift mit dem Adobe Acrobat Reader zu öffnen, was natürlich nicht gelang. Also Finger weg von elektronischen Unterschriften bei Bewerbungen: Die deutsche Wirtschaft ist noch nicht so weit. Und, wie ich inzwischen erfahren habe, ist auch Outlook noch nicht so weit. Manchmal kann Outlook eine so signierte e-mail überhaupt nicht mehr öffnen.


0 Kommentare