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Die Story vom Pferd

Sun, 23 Aug 2009 12:39:06 +0200

Kürzlich hatte ich ja mal einen Bericht über unseren Besuch auf einem Trakehner Gestüt hier eingestellt. Es steht ja immer noch die Idee im Raum, unsere Stute decken zu lassen und ein Fohlen zu ziehen. Aufgrund der unglaublichen Papiere kommt dafür aber nicht irgendein Hengst in Frage. Wenn schon, dann richtig.

Nun hat sich die erste Begeisterung gelegt, und Ernüchterung macht sich breit. Die tollen Hengste mit den Superpapieren sind so toll gar nicht. Und meine Frau entwickelt sich gerade dank intensiver Recherche zur Zuchtexpertin. Es ist schon interessant, zu beobachten, mit welcher rasanten Geschwindigkeit diese Selbstausbildung voran geht.

Von den drei begutachteten Hengsten sind zwei schon mal durchgefallen, sie hielten einer genaueren Prüfung nicht stand. Bei dem Ersten ist praktisch sofort aufgefallen, dass es sich hier eher um ein Springpferd handelt als um ein Dressurpferd. Der Zweite, den wir zunächst sehr gut fanden, hat sich ebenfalls als ungeeignet erwiesen, aus den gleichen Gründen. Und die Recherche hat ergeben, dass der Hengst zwar erstklassige Papiere hat, aber anscheinend kaum positive Eigenschaften vererbt. Interessant. Also schauen wir uns jetzt mal den Dritten genauer an. Mal sehen, was dabei herauskommt. Aber der Blick schweift bereits weiter. Dank Internet ist es ja heute kein Problem mehr, notfalls weltweit nach dem idealen Hengst zu suchen.

Von wegen Internet als Hort und Refugium für Pädophile, Kleptomanen und Terroristen. Wenn meine Frau so weiter macht, könnte sie in einigen Jahren die vielleicht erfolgreichste Zuchtexpertin weltweit werden. Und das einfach durch das Internet als Hilfsmittel zur Selbstausbildung.


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