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Familienphotos verboten

Thu, 01 Oct 2009 16:29:30 +0200

Neues aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten. Da fährt eine Familie mit 3 Töchtern (5, 4 und 1.5 Jahre alt) in den urlaub und macht dort Urlaubsphotos. Unter Anderem auch von den drei Töchtern nackt in der Badewanne. Der USB-Stick wird Walmart zum drucken gegeben. Und schon schlägt Walmart Kinderporno-Alarm.

So weit ist das zunächst mal noch fast normal. Immerhin, man erinnere sich, kürzlich entdeckte Waömart auf diese Weise tatsächlich einen Pädophilen. gut, bei 3 solcher Badewannenphotos in einer Serie von 150 Urlaubsphotos sollte ein gewisser Anfangsverdacht zumindest sehr zweifelhaft sein. Aber man kann dem ja mal ganz dezent nachgehen.

Doch was dann kam, ist nur mit der auch hierzulande inzwischen intensiv geschürten Panik vor Kinderpornographie zu erklären. Anstatt dass ein freundlicher Mitarbeiter des Sozialamts bei der Familie erscheint und sich ein Bild von der Lage macht, erschien die Polizei, nahm ihnen die Kinder weg, ließ deren Genitalien untersuchen und verbreitete in der Nachbarschaft, dass die Eltern ihre Kinder missbrauchten und Kinderpornos mit ihnen produzieren würden.

Die Familie ist zwischenzeitlich von allen Vorwürfen entlastet und hat nun Walmart, die Staatsanwaltschaft sowie die Stadt Peoria verklagt. Und das Alles nur wegen drei Urlaubsphotos.

Angenommen, ich hätte eine Tochter, die noch in die Windeln scheissen würde, ich als Mann könnte ihr nicht die Windeln wechseln, ohne sofort in den dringenden Verdacht der Pädophilie zu geraten. Schließlich müsste ich ihr dazu den Hintern abwischen. Welch schreckliche perverse Tat (obwohl: Pervers stinken tut Sowas ja schon).


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