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Ich glaub ich spinne

Mon, 10 Aug 2009 10:45:27 +0200

Als ich diesen Artikel von Elita Wiegand gelesen habe, dachte ich mir: Woher kennt Die mich?. Oder woher kennt die Autorin des dort beschriebenen Buches "Spinnen ist Pflicht", Anke Meyer-Grashorn, mich? In vielen, wenn auch nicht allen Punkten kann ich mich durchaus wiederfinden. Punkt 4 (Spinner sorgen für Bewegung) trifft auf mich aber eher nicht zu. Ich bin gut in der Analyse, aber schlecht in der Synthese. Aus dem, was ich denke, etwas zu bewegen, das kann meine Frau viel besser. Ich habe keine Probleme damit, meine Gedanken mitzuteilen. Aber wenn Niemand diese Gedanken aufgreift, verlaufen sie im Sand. So gesehen trifft auch Punkt 5 (Spinner sind Überzeugungstäter) nur zu einem winzigen Teil zu. Man kann eben nicht Alles können.

Die Bezeichnung Spinner ist interessant. Normalerweise ja eher negativ belegt. Doch wieso muss "spinnen" etwas Negatives sein? Ein Garn spinnen, ein Netz spinnen, eine Geschichte spinnen, das sind doch eigentlich Alles sehr produktive Tätigkeiten. Auch das Erstellen eines sorgfältig gewobenen Geflechts aus Objekten, Nachrichten und Eigenschaften, was nichts Anderes ist als moderne Softwareentwicklung, kommt dem ursprünglichen "spinnen" durchaus nahe. Der Artikel ist daher eine interessante Korrektur dieses zu Unrecht ins Negative abgerutschten Begriffs.


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