Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


Karfreitag

Fri, 10 Apr 2009 12:59:31 +0200

Nur so ein paar Gedanken. Heute "feiern" wir den Tag, an dem Christus starb. Nun ist das Sterben, insbesondere ein derartig grausamer Tod wie der am Kreuz, normalerweise nicht unbedingt ein Grund zum feiern. Und ein Grund für ausgelassene Fröhlichkeit ist dieser Tag wahrhaftig nicht. Dennoch ist dieser Tag ein Tag zum Feiern.

Warum? Was genau feiern wir an diesem Tag? Nun, das ist recht einfach erklärt: Wir feiern die Tatsache, dass dieser Christus an unserer Stelle dort am Kreuz starb. Für Alles muss bezahlt werden. Für das, was wir so Alles getan haben, wäre der Tod unsere Bezahlung gewesen. Doch Christus hat ein anderes Verständnis von Herrschaft und Verantwortung. Normalerweise, unter Menschen, heisst Verantwortung: So lange es gut geht, kassiere ich gut für die Verantwortung, und sobald es schlecht geht, zahlen die Anderen dafür. Bei Christus ist das genau umgekehrt: So lange es gut geht, kassieren wir dafür, und wenn es schlecht geht, zahlt er dafür. Und genau dies passierte an dem Tag, als Christus starb: Er bezahlte für unsere Fehler. Darum ist dieser Tag ein Grund zur Feier. Nicht, weil wir so toll sind, oder so gut, oder weil es uns so gut geht. Sondern deswegen, weil wir noch mal davongekommen sind, weil jemand Anders unsere Schulden bezahlt hat. Der Anlass ist also, dass wir leben. Das, was wir feiern sollten, ist unsere Dankbarkeit gegenüber Christus, für das, was er da für uns getan hat.

Die ganze Sache hat genau 3 Haken:

  1. Zunächst mal bedeutet das schlicht, dass es genau diesen einen Weg zu Gott gibt, und keinen einzigen anderen. Hätte es einen anderen Weg gegeben, hätte Christus nicht sterben müssen. Aber es gibt nur diesen einen Weg.
  2. Jeder Versuch, einen anderen Weg zu gehen, ist zum Scheitern verurteilt. Da es keinen anderen Weg gibt, führt jeder Versuch, einen (nicht existenten) anderen Weg zu finden und zu gehen, in den Untergang.
  3. Ohne Ostersonntag wäre dieser Weg ziemlich nutzlos. Doch am Ostersonntag hat Christus den Tod besiegt. Wer also den Weg geht, den Christus uns anbietet, der wird wie er leben. Beides zusammen, der Karfreitag wie der Ostersonntag, bilden die Grundlage unserer Rettung. Das Eine ist wertlos ohne das Andere. Aber Beides zusammen genommen ist der Weg ins Paradies.

Ach ja, noch eine Ergänzung: Dieser Christus ist der einzige Weg ins Paradies (zu Gott). Er hat von sich selber mit Recht gesagt: Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Andere Wege gibt es nicht. Kein Fegefeuer, kein Rosenkranz beten, keine Maria, keine Totenmesse. Auch keine Geldspenden, weder zu Lebzeiten noch posthum. Genauso wenig hilft es, Andersgläubige zu verfolgen und zu töten. Auch nicht durch Selbstmordattentate. Das Versprechen auf den sofortige Einzug ins Paradies für Selbstmordattentäter ist eine Lüge. Aber auch das freundliche Gutmenschentum des Dalai Lama oder überzeugter Humanisten führt nicht ins Paradies. Noch nicht mal grandiose missionarische Leistungen von Vorzeigechristen führen dort hin. Neben Christus gibt es keinen einzigen anderen Weg dort hin. Nicht einen.


1 Kommentare

  1. Oops

    Sat, 11 Apr 2009 12:51:45 +0200

    Kleiner Fehler: Nich t Ostermontag, sondern Ostersontag. Hab's gleich mal korrigiert.