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Medizinmann-Streik

Wed, 25 Feb 2009 21:35:34 +0100

Ärzte bekommen pro Patient so etwa 35€ pro Quartal. Wenn man kranker ist, und den Arzt öfter besuchen muss, bekommt der Arzt keinen Cent mehr dafür. Nun verweigern die ersten Ärzte die Behandlung. Und die Krankenkassen sind empört und drohen den Ärzten mit dem Entzug der Kassenzulassung.

Nun denn, mal nachrechnen. Krankenkasse kostet je nach Einkommen so 200,- bis 500,-€ Pro Monat. Angenommen, ich würde dieses Geld statt der Krankenkasse lieber dem Arzt direkt geben, hätte der Arzt davon einen Vorteil von, je nachdem, etwa 1000%. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das meinen Hausarzt eventuell kollossal motivieren könnte. Da erhebt sich natürlich die Frage, wozu brauchen wir eigentlich Krankenkassen?

Jaja, ich weiss, für die teuren Sonderbehandlungen. Dialyseautomat, Chemoterapie gegen Krebs und so. Hmmm, wenn ich nun meinem Hausarzt monatlich eine Pauschale von 200,-€ gebe mit dem Auftrag, dafür zu sorgen, dass ich gesund bleibe, läge es da nicht im Interesse des Arztes, eben dieses zu tun? Also teure Amputationen von Raucherbeinen zu vermeiden, indem er mir als Patient das Rauchen abgewöhnt? O.k., ich rauche nicht, aber nur so als Beispiel. Hmmm, also, ich finde, das System könnte effektiver sein als das mit den Krankenkassen, bei denen ein horrender Verwaltungsapparat mit First-Class Gehältern finanziert werden muss. Also, ich würde glaube ich lieber meinem Hausarzt monatlich 200,-€ in die Raffkralle drücken und dafür einen First-Class Rundum-Service bekommen, als das Doppelte der Krankenkasse abzudrücken, in dem Bewusstsein, dass der Arzt davon gerade mal 35,-€ pro Quartal erhält, was den First-Class Rundum-Service in unerreichbare Ferne entschwinden lässt.

Irgendwie ist was faul an dem System.


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