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Muslimische Gefühle

Tue, 04 Aug 2009 10:24:38 +0200

Die Muslime sind schon wieder mal in ihren religiösen Gefühlen verletzt. Ja, wann sind die denn mal nicht verletzt? Jedes christliche Kirchenlied müsste die doch unendlich in ihren religiösen Gefühlen verletzen. Mich kotzt das an.

Schön, das Vereinslied des FC Schalke 04 ist nun nicht gerade besonders intelligent (zumindest diese Strophe):

Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht. Doch aus all der schönen Farbenpracht hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht.

Meiner Meinung nach eher doof. Aber ich bin zugegebenermaßen auch kein Fußballfan. Daher mag es sein, dass ich das nicht wirklich beurteilen kann. Aber Eines ist sicher: Der FC Schalke 04 ist nun mal kein muslimischer Verein, und die Fußballarena keine Moschee. Muslime sollten sich mit der Verletzlichkeit ihrer Gefühle auf den muslimischen Bereich beschränken. Oder soll ich mich als Christ etwa durch die ständige Bezeichnung als "Ungläubiger" in meinen religiösen Gefühlen verletzt fühlen? Die muslimische Welt beleidigt doch ständig das Christentum. Soll ich das jetzt etwa zum Anlass für Bombenterror in den Moscheen nehmen? Lieber nicht: Ich bin Christ und kein Moslem.

Abgesehen davon, dass ich Christ bin, bin ich auch Deutscher. Und als solcher dem Grundgesetz verpflichtet. Und das garantiert Religionsfreiheit. Übrigens auch in der Öffentlichkeit, im Gegensatz zu der Meinung eines grünen Politikers. Aber diese Religionsfreiheit endet, wo anderen Menschen geschadet wird. Ein solches Lied schadet noch Niemandem. Muslimische Drohbriefe auch noch nicht. Beide beweisen allenfalls die Dummheit der Verfasser. Aber wenn die angedrohten "Konsequenzen" tatsächlich umgesetzt werden, dann ist der Punkt erreicht, an dem die Freiheit der Muslime Anderen schadet und daher beendet werden muss.

Nun sind das nicht die Muslime im Allgemeinen, die solchen Mist von sich geben. Ich denke mal, von Seiten deutscher Hooligans und Rechtsnationaler Dumpfbacken wird ähnliches Gesülze kommen. Daher darf man auf keinen Fall alle Muslime in einen Topf werfen. Aber wer persönlich gegen das Grundgesetz verstößt und anderen Menschen schadet, gehört ganz normal als Krimineller behandelt und in den Knast.

Was nun diese "Gefühlsverletzung" der Muslime angeht: Ich finde, darauf wird zu viel Rücksicht genommen. Gleiches Recht für Alle! Darauf basiert unsere Gemeinschaft nun mal. Und wer so freigiebig im Austeilen von Gefühlsverletzungen ist wie viele Muslime, der sollte auch entsprechend einstecken können. Und es ist Aufgabe der Polizei, Gewaltausbrüche, egal von welcher Seite, zu verhindern oder die Beteiligten zu arrestieren. Und es ist Aufgabe der Justiz solche Gewaltausbrüche ohne Ansehen der Person, also auch ohne Ansehen der Religionszugehörigkeit, zu ahnden. Gleiches Recht für Alle. Die Muslime haben die gleichen Rechte wie die Christen. Nicht mehr und nicht weniger. Und sie haben die gleichen Pflichten wie Christen. Nicht mehr und nicht weniger. Wer Mohammed für einen verehrungswürdigen Propheten hält, der darf das. Und er darf das auch öffentlich kundtun. Und wer ihn für einen alten Saftsack hält, darf das ebenso. Das Gleiche gilt für Christus. Jeder hat ein Recht auf seine Meinung. Was nicht erlaubt ist, das ist, diese eigene Meinung Anderen aufzwingen zu wollen. Weder durch Gewalt noch durch Gesetz.

Das Vereinslied von Schalke 04 ist daher, sagen wir mal, politisch ungeschickt. Aber es ist absolut legal. Die Meinung, dieses Lied für Scheisse zu halten, ist ebenfalls legal. Ebenso, diese Meinung öffentlich kund zu tun. Aber deshalb Gewalt anzudrohen oder gar Gewalt auszuüben, das ist illegal, und die entsprechenden Kriminellen gehören verknackt. Und das Verhalten vieler Verantwortlicher, solche Gefühlsverletzungen bei Muslimen übervorsichtig zu behandeln, und die Gefühlsverletzungen von Christen zu ignorieren, entspricht nicht unserem Grundgesetz. Gleiches Recht für Alle!


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