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Datenschutz nach CDU Art

Thu, 05 Aug 2010 08:41:30 +0200

Die CDU nimmt den Datenschutz ernst. Richtig ernst. So sehr, dass der Datenschutz ein willkommenes Argument liefert, Anfragen nicht beantworten zu müssen. Wie bei Netzpolitik nachzulesen ist, antwortet z.B. die Europaabgeordnete Sabine Verheyen:

Vielen Dank für Ihre Anfrage und für Ihr Interesse an europapolitischen Themen sowie an meiner Arbeit als Abgeordnete des Europäischen Parlaments. Aus Gründen des Datenschutzes und der Vertraulichkeit ziehe ich es vor, in persönlichen Kontakt mit Ihnen zu treten. Ich möchte Sie daher bitten, sich mit Ihrem Anliegen direkt an mich zu wenden.

Andere antworten ähnlich. Das ist interessant. Denn anscheinend haben die CDU-Politiker diese Argumentation von den diversen Beamten gelernt, die so schon lange argumentieren. Auch diverse Sekretärinnen bei Firmen ersparen sich mit dieser Argumentation eine Menge Arbeit. Wenn der Kunde z.B. bei UPS den Verbleib seiner Sendung erfragen will, dann darf die Sekretärin darüber natürlich aus Gründen des Datenschutzes keine Auskunft geben. Die Welt ist so schön einfach.

Nun ja, der Begriff Datenschutz hat diverse Aspekte. Nicht nur den der Vertraulichkeit. Auch der Aspekt der Authentizität ist wichtig. Also grob gesagt, ob das, was da an Daten geliefert wird, auch der Wahrheit entspricht. Vielleicht sollte man aus Gründen des Datenschutzes überhaupt aufhören, Politiker Irgendwas zu fragen.


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