Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.


Gender Mainstreaming

Wed, 03 Mar 2010 11:40:44 +0100

Leider ist es nicht möglich, zu dem Artikel einen etwas längeren Kommentar zu verfassen. Manchmal braucht man aber ein paar mehr Worte, um seine Gedanken zu Papier (resp. zu Bildschirm) zu bringen. daher schreibe ich meinen Kommentar eben hier.

In einem wichtigen Punkt liegt die gesamte Diskussion daneben. Es ist zwar richtig, dass es "typisch männlich" und "typisch weiblich" gibt. Richtig ist aber auch, dass die individuelle Streuung wesentlich größer ist als die Differenz der Durchschnitte.

Falsch ist in diesem Zusammenhang aber der Gedanke des Gender-Mainstreaming. Nur, weil Männer auch weibliche Eigenschaften haben (manche mehr als viele Frauen), und Frauen auch männliche Eigenschaften haben (manche mehr als viele Männer), ist das noch lange kein Grund, diese individuellen Unterschiede auf Teufel komm raus zu nivellieren und zu Einheitsbrei zu verrühren.

Frauen in Hosen? Warum nicht? Hosen sind in bestimmten Situationen das bessere Kleidungsstück. Davon wächst einer Frau kein Pimmel. Sie vermännlicht dadurch nicht. Es sei denn, sie meint, dass das damit untrennbar verbunden sein muss. Ich hatte mal einen Klassenkameraden, der Frauen in Hosen sexuell attraktiver fand, weil man da die Figur besser sehen könnte. Nicht mein Geschmack, aber es hat doch wohl Jeder das Recht auf seine ganz individuelle Persönlichkeit.

Männer in Röcken? Heisses Thema. Hart an der Grenze zum Tabuthema. Dabei ist ein Rock für alle Tätigkeiten, die man im sitzen ausführt (Büroarbeit, Computer, …) das bessere Kleidungsstück. Davon fällt einem Mann der Pimmel nicht ab. Aber für nahezu alle Frauen sinkt die sexuelle Attraktivität eins solchen Mannes auf Null.

Was ich lieber anziehen würde? Keine Ahnung. Aber ich würde es vorziehen, das selbst entscheiden zu können. Und wie sieht für mich die sexuelle Attraktivität eines Mannes im Rock aus? Exakt Null. Und in Hose? Ebenfalls exakt Null. Ich steh nicht auf Männer. Für mich sind Frauen attraktiv. In Röcken etwas mehr als in Hosen.

Pärchen, bei denen man nicht unterscheiden kann, wer hier Mann und wer Frau ist? Na und? Das geht für dieses Paar präzise zwei Menschen was an, nämlich eben diese Beiden. Und wenn sie die Jeans und Lederjacke trägt, und er unter der Burka steckt? Na und, wen geht's was an, ausser diesen Beiden?

Was ich aber echt zum Kotzen finde, ist, wenn irgend so ein Schreibtischtäter, schimpfe er sich nun Politiker, Soziologe oder Philosoph, meint, all die interessanten und individuellen Unterschiede platt machen zu müssen.

Hoch lebe der Unterschied!


0 Kommentare