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Lenaismus

Sun, 30 May 2010 19:16:51 +0200

Marxismus/Leninismus haben wir überwunden. Dafür stecken wir jetzt ganz tief drin im Lenaismus.

Aber es sei ihr gegönnt. Und weil anscheinend hier und da Kritik aufkam mit der Frage, was sie denn eigentlich wirklich geleistet habe: Ja, sie hat etwas geleistet. Etwas sehr Wichtiges sogar. Vielleicht viel wichtiger, als es im ersten Freudentaumel Allen klar wird. Der Eurovision Song Contest (ESC) hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einer glitzer-bimmel-piep Show entwickelt. Je schriller und bunter, um so erfolgversprechender. Lena hat dem einen Kontrapunkt entgegen gesetzt und damit gewonnen. Ihr Lied "Sattelite" ist ganz nett, aber nicht unbedingt das neueste Weltwunder. Und die anderen Lieder des Contests waren zu einem großen Teil ebenfalls ganz ordentlich. So wie Lenas Lied. Aber was sie auszeichtet, ist eine natürliche ungekünstelte Fröhlichkeit, die ohne große Show und all den Klimbim auskommt, auf den Andere anscheinend so sehr angewiesen sind.

Kann sein, dass Lena die Entwicklung des ESC komplett auf den Kopf gestellt hat. In Zukunft werden wir wohl öfter Menschen statt Puppen auf der Bühne erleben dürfen. Und das ist gut so.

Mein Tipp an Lena und ihre Manager: Schickt sie zur Aufmunterung zur WM nach Südafrika.


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