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Politische Bildung ist verboten

Tue, 23 Feb 2010 10:38:47 +0100

Das neue Jugendschutzgesetz, das in Kürze verabschiedet wird, bedeutet wohl das Ende des freien Internets. Das sogenannte Kindernet scheint beschlossene Sache zu sein.

Was hat das mit politischer Bildung zu tun? Nun, politische Artikel sind eher was für Erwachsene. Kinder verstehen da oft noch nicht viel davon. Manche entwickeln da bereits mit 12 Interesse, Andere vielleicht mit 18, Andere nie. Bei mir kommen gelegentlich politische Artikel vor. Ich müsste meine Seiten also nicht nur mit einer Altersklassifikation versehen, diese müsste auch heissen freigegeben ab 16. Das hieße, Sendezeiten von 22:00 bis 06:00. Für Menschen, die jünger sind als 16 ist die Beschäftigung mit politischen Artikeln von anderen als den staatseigenen Autoren somit untersagt. Nicht Bildung und Anregung zum selber Denken sind heute gefordert, sondern politische Indoktrination im stalinistischen Sinn. Und das Alles unter dem Deckmantel des Jugendschutzes, um die Kinder von Schmuddelcontent zu schützen. Witzig, dass genau die gleichen Argumente vorgebracht werden, wie von den Zensurpropheten in China und im Iran. Auch dort muss schließlich die Bevölkerung vor Schmuddelcontent geschützt werden. Zwar ist dort der reine Porno-Aspekt nur einer von Vielen, aber der Schutz vor schädlichen Gedanken ist auch dort der Vorwand für Zensur. Im Christentum ist die richtige Position einer Frau an der Seite ihres Mannes (wie auch umgekehrt). Im Islam ist die richtige Position der Frau unter den Füßen ihres Mannes (und nicht umgekehrt). Selbstverständlich müssen die Iranischen Bürger vor so volksschädlichen Gedanken geschützt werden. Vor Schmuddelcontent eben.


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