Die richtige Neujahrsansprache

Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.

  1. Die richtige Neujahrsansprache
  1. Die richtige Neujahrsansprache

    Aufwachen! Die Neujahrsansprache ist da. Nein, nicht die vom Bundespräsi. Die ist diesmal wohl bei so ziemlich Allen vorbei gerauscht. Aber diese Ansprache, die wird nicht so einfach vorbeirauschen. So eine Ansprache hätte ich mir vom Bundespräsidenten erwartet (oder erhofft).

    Die englische Version ist wohl schon eine Weile im Umlauf. Ich wünsche mir diese Ansprache in jeder Sprache dieser Welt.Jeder sollte das hören.

    Die Frage ist, glaube ich, dass diese Ansprache Etwas ändern wird? Ich fürchte, eher nein. Die Menschen sind unfähig, sich selbst und die Welt zu retten. Sie werden es nicht schaffen. Die Meisten werden es nicht einmal versuchen. Dennoch ist diese Ansprache richtig und wichtig. Da soll Niemand kommen und sagen, er hätte es nicht gewusst oder Niemand hätte versucht, ihn aufzurütteln. Hier ist der Wachrüttler. Wer weiter schläft, ist wohl schon tot.

    Merkwürdig, in letzter Zeit häufen sich solche Reden. Ich weiss den Namen nicht von dieser hier, aber Thema und Intensität sind vergleichbar. Oder die Rede von Anjali Appadurai letztens (siehe auch hier). Eine wichtige und intensive Ansprache nach der Anderen. Aber noch immer ändert sich Nix. Die Menschen haben immer noch nicht gelernt zu denken. Noch immer dominieren Angst, Hass, Ignoranz und Arroganz. Was wir (jeder Einzelne) dringend bräuchten wäre Mut, Liebe, Verständnis und Bescheidenheit. Und das nicht, weil ich mir damit einen runter hohle, sondern weil davon unser Überleben abhängt.

    Vielleicht noch eine kleine Anmerkung am Rande: wir denken zu viel und fühlen zu wenig. Ach ja? Ich denke, es ist eher anders herum. Wir denken zu wenig, und lassen dieses wenige Denken von Gefühlen wie Angst und Misstrauen dominieren. Vielleicht sollten wir anfangen zu denken.

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