Gott und Gerechtigkeit

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  1. Gott und Gerechtigkeit
  1. Gott und Gerechtigkeit

    Der Erzbischof von Granada, Javier Martinez, hat in seiner Weihnachtspredigt anscheinend gesagt, dass Frauen vergewaltigt werden dürften, wenn sie abgetrieben haben. Eurotopics meint dazu:

    In solchen Situationen wünscht sich sogar ein Nicht-Gläubiger, es gäbe einen Gott, um diese Menschen zu verurteilen.

    Nun, ich als Christ kann hiermit bestätigen, dass es einen Gott gibt, um diese Menschen zu verurteilen. Die Bibel sagt dazu: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. Das ist wohl eindeutig. Im Umkehrschluss kann man davon ausgehen, da Javier Martinez gerichtet hat, wird er gerichtet werden.

    Abtreibung ist, denke ich, falsch. Aber kann ich eine Frau, die abgetrieben hat, dafür verurteilen? Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Ich bin nicht ohne Sünde, also werfe ich hier garantiert keinen Stein. Aber selbst, wenn ich, wie Christus, ohne Sünde wäre, könnte ich die Frau dann verurteilen? Das Thema Abtreibung ist komplex und kompliziert. Um mir ein Urteil zu bilden, bräuchte ich Gottes Allwissenheit. Und die habe ich nicht. Also überlasse ich die Beurteilung (nicht notwendigerweise Verurteilung) ihm. Gott ist gerecht. Auch einem Erzbischof von Granada wird Gerechtigkeit widerfahren. Was für ein Glück, dass es Gott gibt.

    Und was für ein Glück, dass es Christus gibt, damit ich um die Gerechtigkeit drumrum komme.

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