Medienkompetenz sprachlos

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  1. Medienkompetenz sprachlos
  1. Medienkompetenz sprachlos

    Deutsche Studienanfänger weisen massive Lücken in Rechtschreibung und Grammatik auf und zeigen zudem eine mangelnde Lesekompetenz. Zu diesem Schluss kommt eine bislang unveröffentlichte Studie unter den Philosophischen Fakultäten an deutschen Universitäten.

    Autsch!

    Nun ja, schau'n wir mal. Dass die Jugend früher viel besser war, das wissen wir schon seit Plato. Vielleicht hat diese Tatsache einen gewissen Einfluss auf diese Studie. Aber wenn oder so weit nicht, ergibt sich die Frage, woran liegt's? Und in der Folge davon: Was kann man dagegen tun? Da die Bildungsmisere schon seit PISA bekannt ist, kann man ja mal schauen, was wurde denn getan, um die deutschen Schüler im internationalen Vergleich wieder besser aussehen zu lassen. Nun bin ich kein Fachmann für dieses Gebiet, aber ich kann recht gut beobachten. Und Etwas habe ich schon zu meiner Schulzeit beobachtet, und weiterhin verstärkt im Zusammenhang mit den "Korrekturmaßnahmen" rund um PISA: Ständig wird mehr Wissen in die Schüler hineingeklopft. Gerade im Zusammenhang mit PISA wurde das, was als wissenswert erachtet wurde, noch mal gestrafft und um neues Wissen ergänzt. Am Wissen kann es also nicht liegen. Wenn die Schüler heute Abitur machen, und auch noch gute Noten haben, dann haben sie bewiesen, dass die das geforderte Wissen gelernt haben. An mangelndem Wissen kann es also nicht liegen.

    Woran es tatsächlich liegt, dazu habe ich allerdings eine Vermutung: In den Schulen wird zwar viel Wissen gelehrt, aber viel zu wenig Denken. Das Problem ist ja, dass man die Fähigkeit zu Denken nicht so leicht abprüfen kann wie angesammeltes Wissen. Die Fähigkeit, aus unvollständigem Wissen neue Erkenntnisse zu schließen, ist anscheinend uninteressant. Unvollständiges Wissen bedeutet anscheinend für die Verantwortlichen, dass dieses Wissen eben vervollständigt werden muss. Dass die Fähigkeit, selber zu denken, viel wichtiger ist, geht dabei unter. Die Fähigkeit, anders zu denken als die Mehrheit, die Fähigkeit, sich selbst zu überprüfen und zu korrigieren, all Das geht dabei unter. Durch das, was an den Schulen gelehrt wird, werden zwar nützliche Untertanen produziert sowie nützliche Rädchen für die Wirtschaft, aber selbstständig denkende, kritische und kreative Bürger eben leider nicht. Wer weiss, vielleicht ist das ja so gewollt.

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