Richtige und falsche Familie

Das ganz normale Chaos, täglich frisch auf den Tisch. Direkt aus der hintersten Provinz in die Metropolen von Groß-Blogistan.

  1. Richtige und falsche Familie
  1. Richtige und falsche Familie

    Familie ist nicht gleich Familie, so titelt TheEuropean. Grundsätzlich ist die dort getroffene Definition einer "guten" Familie ja zwar reichlich sperrig, aber gar nicht so verkehrt:

    Familie ist da, wo Eltern und Kinder in gegenseitigem Respekt eine in die Zukunft weisende Verantwortung füreinander übernehmen,
    • in Bezug zu den Kindern, die Erziehungsverantwortung
    • als gegenseitige Beistandschaft in Freud, Leid und Not!
    • in Bezug zu den Eltern, eine Mitverantwortung für das Leben im Alter

    Probleme sehe ich trotzdem. Was heisst z.B. Eziehungsverantwortung? Heisst das, dass die Kinder einem bestimmten Ideal entsprechend geformt werden sollen? Wenn ja, welchem Ideal? Wer definiert das und mit welchem Recht? Wenn ich hier z.B. an das Erziehungsideal im dritten Reich denke, dann wird mir ganz anders. Ich verstehe die Idee hinter dem Artikel von Albert Wunsch, aber ich habe Zweifel, ob die Idee wirklich so gut ist. Unser Grundgesetz schränkt den Schutz und die Förderung von Familie nicht ein. Und gerade Problemfamilien sollten ja Förderung bekommen. Eine Förderung sollte keine Belohnung für besonders staatskonformes Verhalten sein, sondern dem Bedarf angemessen. Und gerade Familien mit verwahrlosten Kindern brauchen ganz besonders Hilfe.

    • Gedanken
    • Politik
    Kommentare