Sparen unwichtig

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  1. Sparen unwichtig
  1. Sparen unwichtig

    Alle reden von der Schuldenkrise, und besonders Deutschland wird nicht müde, von den größten Schuldnern mehr Sparsamkeit zu verlangen. Über Sinn und Unsinn dieser Sparsamkeit kann man trefflich streiten. Merkwürdig ist nur, dass die Deutsche Regierung diese Sparsamkeit nur von Anderen verlangt, dass sie selbst aber offenbar nicht bereit ist, selber zu sparen.

    Wie Netzpolitik berichtet, rückt Berlin von einer Migration zu Linux ab. Das Gleiche jetzt in Helsinki. Das Gleiche auch schon in Wien. Helsinki weigert sich schlicht, die Kostenrechnung zu veröffentlichen. Aus Österreich kam immerhin inoffiziell die Information, dass bei einer Migration auf Linux die Kosteneinsparungen im einstelligen Millionenbereich lägen. Doch das ist den Verantwortlichen nicht genug. Also wird das Projekt gekippt.

    Klar, man gibt ja nicht das eigene Geld aus, sondern das der Steuerzahler. Sparen? Warum denn, der Steuerzahler zahlt's doch. Wenn die Einsparung nicht dermaßen gigantisch ist, dass man alleine damit die gesamten Staatsschulden auf einmal tilgen kann, und dadurch der öffentliche Druck übermächtig wird, sind Einsparungen anscheinend uninteressant.

    Vielleicht sollte man diese Einstellung mal Griechenland empfehlen. Einsparungen? Warum denn? Europa zahlt's doch. Und so lange Niemand mit einer Methode rüber kommt, mit der der Staatshaushalt direkt saniert werden kann, lohnt sich doch keine Einsparung.

    Dabei zeigt das LiMux Projekt deutlich, dass ein Umstieg auf Linux sehr wirtschaftlich sein kann.

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